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Die ursprüngliche Stadtratssitzung sollte am 7.11 statt finden. Kurz vor dieser Sitzung sind jedoch neue Vorwürfe gegen Joachim Paul (AfD) bekannt geworden. So sollen seine Verstrickungen mit Faschisten sehr viel enger sein als bisher bekannt. Auch soll er, nach Aussage seines Doktorvaters, eine mangelnde Distanz zum deutschen Faschismus haben. Wir haben uns deswegen dazu entschieden in der Stadtratssitzung gegen Joachim Paul zu protestieren, dazu wählten wir u. a. Antifasymbole. Zu der ganzen Geschichte hat unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Tobias Christmann der Jungen Welt ein längeres Interview gegeben, in dem er unter anderem fordert, dass Joachim Paul von alle seinen Ämtern zurücktreten soll.
Anstatt sich mit dem antifaschistischen Protest zu solidarisieren und eine klare Kante gegen faschistisches Gedankengut zu zeigen, verließen die Fraktionen der CDU, FDP, Freien Wähler und Wählergruppe Schupp zusammen mit der AfD die Ratssitzung bevor diese eröffnet werden konnte und sorgten somit dafür, dass die Sitzung direkt nach Eröffnung beendet werden musste, da der Stadtrat beschlussunfähig war.
In den darauf folgenden Tagen gab es die wildesten Vorwürfe gerade von Seiten der CDU und der Freien Wähler. Sie attestierten dem Oberbürgermeister eine schlechte Sitzungsleitung, da dieser stärker hätte durchgreifen müssen. Vor der Ratssitzung informierte das Rechtsamt der Stadt Koblenz jedoch alle Fraktionen darüber, dass das Tragen von Antifasymbolen grundsätzlich erlaubt ist. Auf die Vorwürfe, die in der Presse diskutiert wurden, antwortete der Oberbürgermeister ausführlich in einem vier seitigen Schreiben und entkräftete die Argumente der konservativen Fraktionen.
Durch die kurzfristige Anberaumung der nachzuholenden Stadtratssitzung entstanden hohe Mehrkosten für die Stadt. Hier verschwenden insbesondere die Fraktionen, welche stets eine strenge Haushaltsführung einfordern, die Gelder der Stadt. Steuergelder.
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